Was sich belegen lässt und was nicht
Zu Website-Preisen kursieren viele Zahlen und wenige Quellen. Belastbar sind zwei Sorten: die veröffentlichten Tarife der Baukastenanbieter und die erhobenen Stundensätze von Freelancern. Für Agenturprojekte gibt es in Deutschland keine unabhängige Preiserhebung. Was dazu im Netz steht, stammt fast immer von Agenturen selbst.
Deshalb steht in der Tabelle nur, was jemand tatsächlich veröffentlicht hat, und daneben, wer es veröffentlicht hat. Zur Größenordnung der Freelancer-Zahl sagt freelancermap selbst:
„Insgesamt haben rund 5.400 Freelancer, Freiberufler und Selbstständige an den Umfragen teilgenommen.“
Quelle: freelancermap, Freelancer-Kompass 2026, abgerufen am 08.10.2026
Was Baukasten und Freelancer verlangen — und was für Agenturen fehlt
- Spanne von–bis
- Durchschnitt
Die Werte als Tabelle
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Baukasten: Gängige Tarife | 11 € bis 34 € |
| Freelancer: Webdesign (freelancermap) | 33 € bis 100 € |
| Freelancer: Alle Fachgebiete, Durchschnitt | Ø 103 € |
| Agentur mit Team: Preiserhebung | keine unabhängige Erhebung |
| Weg | Belegter Preisrahmen | Wer die Zahl erhebt |
|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace) | 11 € bis 34 € im Monat für die gängigen Tarife | Tarifübersicht Tooltester, Anbieterpreise |
| Freelancer Webdesign | 33 € bis 100 € in der Stunde | Profilangaben auf freelancermap |
| Freelancer insgesamt (Deutschland, Österreich, Schweiz) | 103 € in der Stunde im Durchschnitt | Freelancer-Kompass 2026, rund 5.400 Befragte |
| Agentur mit Team | keine unabhängige Erhebung verfügbar | niemand |
| Festpreis bei mir (Einzelunternehmen) | mit Betreuung 500 bis 1.000 € einmalig plus 250 € im Monat, ohne Betreuung 2.000 € | eigene Preisliste, Endpreise nach § 19 UStG |
Vom Stundensatz zum Projektpreis
Eine Website wird nicht in Stunden verkauft, aber in Stunden gebaut. Wer wissen will, ob ein Angebot plausibel ist, rechnet deshalb zurück: Wie viele Arbeitsstunden stecken in dem Preis, und passt diese Zahl zu dem, was auf der Seite stehen soll?
Eine Unternehmensseite mit fünf bis acht Unterseiten, aufbereiteten Texten, sortierten Bildern, Kontaktformular, Rechtstexteinbindung und technischer Suchmaschinen-Grundausstattung ist eine Arbeit von mehreren Tagen. Rechnen Sie das gegen den Preis. Kommt dabei ein Stundenlohn heraus, für den in Deutschland niemand seriös arbeiten kann, ist entweder der Umfang kleiner als beschrieben oder die Rechnung folgt später.
Der Gegenprobe wegen ein Blick auf die Agenturen selbst. Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen hat für seinen Frühjahrsmonitor 2026 die eigenen Mitgliedsagenturen befragt und schreibt in der Auswertung:
„Die durchschnittliche Rendite lag 2025 bei 7,5 Prozent.“
Quelle: GWA, Frühjahrsmonitor 2026 (Pressemeldung), abgerufen am 24.09.2026
Der Preis einer Agenturwebsite ist also ganz überwiegend bezahlte Arbeitszeit und nicht Gewinnspanne. Wer teurer ist, hat meist mehr Beteiligte, nicht mehr Marge.
Was den Unterschied im Preis macht
Fünf Punkte erklären fast die gesamte Spanne. Alles andere ist Verhandlungssache.
- Umfang: Eine Seite oder zwanzig. Jede Unterseite kostet Struktur, Text, Bilder und Prüfung.
- Texte: Selbst geliefert oder geschrieben. Das ist der Posten, der in Angeboten am häufigsten fehlt und Projekte am häufigsten aufhält.
- Bilder: Eigene Fotos, gekaufte Bilder oder ein Fotograf. Ein Fototermin kostet oft mehr als eine Unterseite.
- Individualität: Ein gekauftes Theme, das eingerichtet wird, ist schneller fertig als ein eigener Entwurf. Es sieht dann auch aus wie das gekaufte Theme.
- Funktion: Kontaktformular, Terminbuchung, Shop, Preisrechner, zweite Sprache. Jede Funktion bringt Technik, Test und Haftung mit.
Die Folgekosten, die im Angebot oft fehlen
Der Bau ist einmalig, der Betrieb nicht. Wer nur den Einmalpreis vergleicht, vergleicht die Hälfte.
- Domain und Hosting. Bei mir laufen sie mit, solange die Betreuung läuft; ohne Betreuung bleiben sie 12 Monate ohne weitere Kosten bei mir, danach sprechen wir oder ich übergebe die Seite.
- Rechtstexte mit Aktualisierungsdienst. Das Webseiten-Paket der IT-Recht Kanzlei kostet 5,90 Euro im Monat, vergleichbare Angebote liegen im selben Bereich. Ein einmal erzeugter Text veraltet mit der nächsten Gesetzesänderung.
- Wartung und Sicherheitsupdates. Bei WordPress und ähnlichen Systemen ist das keine Kür: Eine ungepflegte Installation wird übernommen, nicht gehackt im Film-Sinne, sondern automatisiert und massenhaft.
- Inhaltspflege. Preise, Öffnungszeiten, Team, Referenzen. Eine Seite, an der zwei Jahre niemand gearbeitet hat, sieht man an.
- Barrierefreiheit. Für Websites mit Buchung, Bestellung oder Reservierung ist das seit dem 28. Juni 2025 eine gesetzliche Frage geworden.
Homepage erstellen lassen: Kosten bei mir
Mit Betreuung kostet eine Website bei mir 500 bis 1.000 € einmalig, je nach Umfang vorher abgesprochen; ohne Betreuung kostet sie 2.000 € als Festpreis. Enthalten sind bis zu 6 Unterseiten, ein Kontaktformular, das Google-Unternehmensprofil und die SEO- und GEO-Grundstruktur. Die Betreuung kostet 250 € im Monat für die ersten 6 Monate, danach sprechen wir den Preis fair neu ab. Das sind Endpreise: Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG berechne ich keine Umsatzsteuer.
Das liegt über dem, was ein Baukasten im ersten Jahr kostet. Einen Aufschlag für Overhead gibt es nicht: Webagentur Scherzinger ist ein Einzelunternehmen ohne Angestellte, ohne Büromiete in der Innenstadt und ohne Projektleitung, die zwischen Kunde und Umsetzung sitzt. Diese Kosten entstehen nicht und stehen deshalb auch nicht in der Rechnung.
Wie sich der Rahmen von Branche zu Branche verschiebt, steht in den Branchenratgebern. Ein Handwerksbetrieb mit mehreren Gewerken braucht mehr Unterseiten als ein Betrieb mit einem Angebot; was das für den Aufbau heißt, steht unter Website für Handwerksbetriebe: Preis und Aufbau. Ein Salon kommt mit wenigen Seiten aus, muss aber eine Preisliste zeigen: Kosten einer Friseur-Website. Bei einem Lokal tragen Speisekarte, Preise und Allergene die Seite: Was eine Restaurant-Website braucht und kostet. Eine Praxis muss Werberecht, Impressum und Gesundheitsdaten beachten: Praxis-Website: Anforderungen und Kosten. Und wer Gäste an der Ostsee beherbergt, rechnet gegen die Gebühren der Portale: Website für Ferienwohnungen an der Ostsee.
Kostenrechner: Ihr Umfang, mein Preis
Vier Angaben, dann steht der Preis nach meiner Preisliste da, gerechnet aus den Einzelpreisen unten. Es ist eine Näherung; verbindlich ist das Angebot nach dem Gespräch.
Bis 6 Unterseiten sind im Grundpreis enthalten.
Ergebnis
Endpreise, keine Umsatzsteuer (§ 19 UStG). Domain und Hosting sind in der Betreuung enthalten, ohne Betreuung bleiben sie 12 Monate ohne weitere Kosten bei mir. Nach den ersten Monaten wird der Betreuungspreis fair neu abgesprochen. Die zweite Sprache kostet „je nach Umfang“, hier steht der Mindestpreis.
Angebot zu diesem Umfang anfordernEinzelpreise, aus denen gerechnet wird
Zum Vergleich: was am Markt belegt ist
Die Zahlen und ihre Abrufdaten stehen im Quellenverzeichnis des Ratgebers „Was kostet eine Website 2026?“. Ein Baukasten-Tarif ist ein Monatsbeitrag, mein Preis ein Einmalbetrag plus Betreuung; verglichen werden sollte immer das erste Jahr samt der eigenen Arbeitszeit.
Woran Sie ein Angebot prüfen können
Vier Fragen, die jedes seriöse Angebot ohne Zögern beantwortet.
- Wem gehören Domain, Quellcode und Zugangsdaten nach dem Livegang?
- Was kostet der Betrieb ab dem zweiten Jahr, in Euro?
- Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten, und was kostet die nächste?
- Wer schreibt die Texte, und ist das im Preis?
Wenn Sie schon wissen, welchen Umfang Sie brauchen, können Sie direkt zum Angebot mit festem Preis: Website erstellen lassen