Was eine Website zum Start wirklich braucht
Ein kleiner Betrieb braucht keine Website, die alles kann. Er braucht eine, auf der ein Interessent in wenigen Sekunden versteht, was angeboten wird, wo, und wie er Kontakt aufnimmt. Fünf Dinge reichen dafür.
- Eine Startseite, die in der Überschrift sagt, was Sie machen und wo. Nicht den Firmennamen, den kennt der Suchende noch nicht.
- Eine Unterseite je Leistung, die Kunden getrennt suchen. Ein Malerbetrieb, der auch Fassaden macht, braucht zwei Seiten, nicht eine.
- Eigene Fotos von Arbeit, Team oder Geschäft. Gekaufte Bilder erkennt jeder, und sie sagen nichts über Ihren Betrieb.
- Telefonnummer und Kontaktformular auf jeder Seite, auf dem Handy mit einem Tipp erreichbar.
- Ein Google-Unternehmensprofil, das auf die Website verweist. Bei Suchen mit Ortsbezug steht es oft über den eigentlichen Suchergebnissen.
Worauf Sie am Anfang verzichten können
Geld sparen heißt vor allem: weglassen, was am Anfang keine Anfragen bringt. Alles davon lässt sich nachrüsten, wenn der Betrieb wächst.
- Ein Onlineshop, solange Sie nicht wirklich über das Netz verkaufen.
- Ein Blog, den nach drei Beiträgen niemand mehr pflegt. Ein verwaister Blog wirkt schlechter als keiner.
- Eine zweite Sprache, solange Ihre Kunden Deutsch sprechen.
- Aufwendige Animationen und Videos im Kopf der Seite. Sie machen die Seite langsamer, vor allem auf dem Handy.
- Zwanzig Unterseiten, für die es keine Texte gibt. Leere oder kopierte Seiten schaden mehr, als sie nützen.
Drei Wege zur günstigen Website und was sie kosten
Günstig ist relativ zu dem, was Sie selbst einsetzen. Beim Baukasten zahlen Sie wenig Geld und viel Zeit, beim Auftrag ist es umgekehrt. Ein vierter Weg steht nicht in der Tabelle, weil er keinen Neubau braucht: die bestehende Seite zu überarbeiten. Ob das reicht, hängt vom Zustand der Seite ab; die Stundensätze dafür stehen in Website-Überarbeitung: Kosten und Stundensätze.
Wenig Geld oder wenig Zeit: Ihr eigener Aufwand je Weg
Die Werte als Tabelle
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Eigener Aufwand: Baukasten: Tarif beim Anbieter | hoch |
| Eigener Aufwand: Freelancer nach Stunden, Ø 103 € je Stunde | mittel |
| Eigener Aufwand: Festpreis bei mir: 500 bis 1.000 € einmalig, Betreuung 250 € im Monat dazubuchbar | gering |
| Weg | Was es kostet | Ihr eigener Aufwand |
|---|---|---|
| Baukasten | monatlicher Tarif beim Anbieter, Vergleich bei Tooltester | hoch: Texte, Bilder, Aufbau und Pflege machen Sie |
| Freelancer nach Stunden | Stundensatz mal Stunden, Durchschnitt 103 € je Stunde (Freelancer-Kompass 2026) | mittel: Abstimmung und Inhalte liefern |
| Festpreis bei mir | mit Betreuung 500 bis 1.000 € einmalig plus 250 € im Monat, ohne Betreuung 2.000 € | gering: ein Gespräch und ein Fragebogen |
Barrierefreiheit: die Ausnahme für Kleinstunternehmen
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) auch für bestimmte Websites, etwa mit Online-Buchung oder Bestellung. Viele Gründer fürchten deshalb hohe Zusatzkosten. Für die meisten kleinen Dienstleister gilt eine Ausnahme. Wer als Kleinstunternehmen zählt, definiert das Gesetz in § 2 Nummer 17:
„ein Unternehmen, das weniger als zehn Personen beschäftigt und das entweder einen Jahresumsatz von höchstens 2 Millionen Euro erzielt oder dessen Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 2 Millionen Euro beläuft“
Quelle: Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, § 2 Nummer 17, abgerufen am 30.09.2026
Nach § 3 Absatz 3 BFSG gelten die Anforderungen nicht für Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten. Wer Produkte in Verkehr bringt, ist davon nicht erfasst. Ob Ihr Betrieb unter die Ausnahme fällt, ist eine Rechtsfrage; ich prüfe das nicht im Einzelfall. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zur Barrierefreiheit.
Unabhängig vom Gesetz lohnt sich eine gut lesbare Seite immer: ausreichender Kontrast, klare Überschriften und Knöpfe, die man auf dem Handy treffen kann. Das kostet beim Bau kaum etwas extra.
Woran Sie ein zu billiges Angebot erkennen
Es gibt Angebote für ein paar hundert Euro. Manche davon sind ehrlich kalkuliert, weil der Umfang klein ist. Bei anderen kommt die Rechnung später. Vier Fragen trennen das eine vom anderen. Zur ersten Frage, wem Seite und Domain gehören, gibt es einen eigenen Ratgeber: Wem die Domain gehört, wenn eine Agentur sie registriert.
- Wem gehören Seite und Domain, wenn Sie den Anbieter wechseln?
- Was kostet jede Änderung nach dem Livegang?
- Wer schreibt die Texte, und sind sie im Preis?
- Ist die Seite ein fertiges Muster mit ausgetauschtem Logo, oder für Ihren Betrieb gebaut?
Was Gründer zusätzlich beachten müssen
Jede geschäftsmäßige Website braucht ein Impressum. Das Digitale-Dienste-Gesetz verlangt in § 5 unter anderem Namen und Anschrift, leicht erkennbar und ständig verfügbar. Dazu kommt eine Datenschutzerklärung. Beides erzeuge ich mit einem anerkannten Generator aus Ihren Angaben und lege es Ihnen vor dem Livegang zur Freigabe vor.
Für die ersten Monate zählt vor allem, dass die Seite überhaupt gefunden wird. Ein frisch angemeldeter Betrieb hat noch keine Bewertungen und keine Verweise; die Website ist dann oft das Einzige, woran Google ihn erkennt. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an auf klare Überschriften und eine Seite je Leistung zu achten.
Wenn Sie wissen wollen, was bei mir enthalten ist und wie es abläuft: Website erstellen lassen