Warum Fragen mehr sagen als die schönste Referenz
Eine Referenz zeigt, was eine Agentur bauen kann. Ob die Zusammenarbeit gut wird, zeigt sie nicht. Das zeigen die Antworten auf ein paar nüchterne Fragen vor dem Auftrag: Wer eine Frage klar beantwortet, hat sich die Antwort vorher überlegt. Wer ausweicht, wird es später auch tun.
Google empfiehlt dasselbe Vorgehen für die Auswahl eines Dienstleisters für Suchmaschinenoptimierung und gibt dafür Beispielfragen vor: nach Referenzen, nach dem erwarteten Zeitraum, nach der Erfahrung in Branche und Stadt und danach, wie die Kommunikation abläuft. Die sechs Fragen unten gehen weiter, weil eine Website mehr ist als Suchmaschinenoptimierung. Zu jeder steht, wie ich sie selbst beantworte. Das ist kein Maßstab für andere, sondern damit Sie eine Vergleichsantwort in der Hand haben.
| Frage | Eine gute Antwort | Ein Grund nachzuhaken |
|---|---|---|
| Steht der Preis vorher fest? | schriftlich, mit Umfang | „Das sehen wir dann“ |
| Wem gehören Website, Domain, Zugänge? | Ihnen, oder klarer Übertragungsanspruch im Vertrag | keine Aussage dazu |
| Wie komme ich heraus? | Laufzeit und Übergabe stehen im Vertrag | lange Bindung ohne Übergaberegel |
| Wer baut die Seite? | ein Name | „unser Team“ ohne Namen |
| Was passiert bei Ausfall? | Zugänge und Code liegen bei Ihnen | alles hängt an einer Person ohne Übergabe |
| Wer macht Impressum und Datenschutz? | Generator und Ihre Freigabe, oder Anwalt | selbst formulierte Rechtstexte |
Frage 1: Steht der Preis vor der Arbeit fest?
Ein Angebot sollte einen Betrag nennen und sagen, was er umfasst: wie viele Unterseiten, wie viele Korrekturschleifen, was danach kostet. Ein Stundensatz ohne geschätzte Stundenzahl ist kein Preis, sondern ein Verfahren. Fragen Sie auch, was später kommt: Domain, Hosting, Änderungen.
Meine Antwort: Die Website selbst kostet mit Betreuung 500 bis 1.000 € einmalig, je nach Umfang vorher abgesprochen, ohne Betreuung 2.000 € als Festpreis. Die Betreuung kostet 250 € im Monat, fest für die ersten 6 Monate. Danach sprechen wir den Preis fair neu ab: danach, was Ihnen die Seite wert ist. Bringt sie Ihnen mehr Aufträge, steigt er. Bringt sie das nicht, bleibt er oder sinkt. Oder Sie machen allein weiter, dann übergebe ich Ihnen die Seite. Für kleine Aufträge gilt: Auch kleine Aufträge: einfach anfragen, ich nenne den Preis vorher, erst dann fange ich an.
Frage 2: Wem gehören Website, Domain und Zugänge?
Bei der Website geht es um das Nutzungsrecht. Das Urheberrechtsgesetz unterscheidet ein einfaches und ein ausschließliches Nutzungsrecht und beschreibt das zweite so:
„Das ausschließliche Nutzungsrecht berechtigt den Inhaber, das Werk unter Ausschluss aller anderen Personen auf die ihm erlaubte Art zu nutzen und Nutzungsrechte einzuräumen.“
Quelle: Urheberrechtsgesetz (UrhG), § 31 Einräumung von Nutzungsrechten, abgerufen am 13.10.2026
Fragen Sie also, welches Recht Sie bekommen und ab wann. Bei der Domain entscheidet der Eintrag bei der Registrierungsstelle: Nach den Angaben der DENIC kann der Domaininhaber seinen Provider jederzeit wechseln, der Verwalter nicht. Ob Sie Inhaber sind, steht nicht auf der Rechnung.
Meine Antwort: Die Website gehört Ihnen, mit der vollständigen Bezahlung bekommen Sie das ausschließliche Nutzungsrecht. Domain und Hosting laufen über mein Anbieterkonto, damit ich bei einer Störung sofort eingreifen kann: in der Betreuung im Preis, ohne Betreuung 12 Monate ohne weitere Kosten. Sie können jederzeit verlangen, dass ich die Domain auf Sie oder einen Anbieter Ihrer Wahl übertrage und Ihnen alle Dateien der Website übergebe; wie das abläuft, steht im Vertrag. Zugänge, die nur Ihr Projekt betreffen — Google-Unternehmensprofil, Search Console und, sofern gebucht, Google Ads —, bekommen Sie spätestens bei der Abnahme.
Frage 3: Wie komme ich wieder heraus?
Eine Bindung ist nicht von vornherein schlecht; Arbeit an der Auffindbarkeit braucht Zeit, bis man etwas sieht. Schlecht ist eine Bindung, bei der unklar ist, was am Ende bleibt. Fragen Sie nach der Laufzeit, nach der Kündigungsfrist und danach, was Sie beim Ende in die Hand bekommen.
Meine Antwort: Bei der Website nicht: Die zahlen Sie einmal, und sie gehört Ihnen. Die Betreuung gilt zum Einstiegspreis fest für die ersten 6 Monate, weil sich bei SEO erst nach 4 bis 8 Wochen etwas bewegt und belastbar erst nach Monaten; kürzer würde ich Ihnen etwas verkaufen, das nicht wirken kann. Danach sprechen wir den Preis neu ab, oder Sie machen allein weiter. Wie die Betreuung endet, steht im Vertrag. Kein Mietmodell über Jahre: Die Website gehört Ihnen ab der Bezahlung. Die Google-Ads-Betreuung läuft 3 Monate und danach monatlich.
Frage 4: Wer baut die Seite wirklich?
Bei manchen Anbietern verkauft eine Person und baut eine andere, manchmal eine weitere Firma. Das muss nicht schlecht sein, aber Sie sollten es wissen, bevor Sie unterschreiben, denn die Rückfragen landen später bei demjenigen, der baut. Fragen Sie auch, ob und wofür künstliche Intelligenz eingesetzt wird.
Meine Antwort: Ich selbst. Webagentur Scherzinger ist ein Einzelunternehmen ohne Mitarbeiter. Wer das Angebot schreibt, baut die Seite und geht auch ans Telefon, wenn etwas nicht stimmt. Das hat einen Nachteil, den Sie kennen sollten: Ich kann nicht zehn Projekte gleichzeitig annehmen. Wenn ich ausgelastet bin, sage ich das, statt einen Termin zu nennen, den ich nicht halte. Ich arbeite mit KI, etwa für erste Entwürfe; geprüft und abgenommen wird jede Seite von Hand. Python schreibe ich seit 2017, sieben Websites von mir sind bisher live gegangen.
Frage 5: Was passiert, wenn der Anbieter ausfällt?
Die Frage ist bei einem Einzelunternehmer naheliegend, sie gilt aber für jede Agentur: Krankheit, Aufgabe, Insolvenz. Entscheidend ist, ob Ihre Seite weiterläuft und ob jemand anderes sie übernehmen kann. Das hängt an drei Dingen: wo die Seite liegt, wer die Zugänge hat und ob der Code sich von einem anderen Entwickler lesen lässt.
Meine Antwort: Ihre Website läuft weiter: Sie liegt beim Hosting-Anbieter, nicht auf meinem Rechner. Domain und Hosting laufen über mein Anbieterkonto, damit ich bei einer Störung sofort eingreifen kann: in der Betreuung im Preis, ohne Betreuung 12 Monate ohne weitere Kosten. Sie können jederzeit verlangen, dass ich die Domain auf Sie oder einen Anbieter Ihrer Wahl übertrage und Ihnen alle Dateien der Website übergebe; wie das abläuft, steht im Vertrag. Zugänge, die nur Ihr Projekt betreffen — Google-Unternehmensprofil, Search Console und, sofern gebucht, Google Ads —, bekommen Sie spätestens bei der Abnahme. Der Code ist ohne Baukasten und ohne gekauftes Theme geschrieben, sodass ein anderer Entwickler ihn übernehmen kann. Was ich nicht zusagen kann, ist eine Vertretung: Webagentur Scherzinger ist ein Einzelunternehmen. Falle ich länger aus, sage ich Ihnen das und helfe bei der Übergabe an jemand anderen, statt Sie warten zu lassen.
Frage 6: Wer kümmert sich um Impressum und Datenschutz?
Eine Agentur, die Ihnen Rechtstexte frei formuliert oder Ihren Einzelfall rechtlich beurteilt, bewegt sich auf dünnem Eis. Das Rechtsdienstleistungsgesetz bestimmt:
„Rechtsdienstleistung ist jede Tätigkeit in konkreten fremden Angelegenheiten, sobald sie eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls erfordert.“
Quelle: Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG), § 2 Begriff der Rechtsdienstleistung, abgerufen am 13.10.2026
Fragen Sie deshalb, wie die Texte entstehen und wer am Ende dafür verantwortlich ist. Eine ehrliche Antwort sagt, dass Sie als Betreiber verantwortlich bleiben.
Meine Antwort: Impressum und Datenschutzerklärung erzeuge ich mit einem anerkannten Generator aus Ihren Angaben, baue sie ein und lege sie Ihnen vor dem Livegang zur Freigabe vor. Verantwortlich für den Inhalt bleiben Sie als Betreiber der Seite; eine rechtliche Beratung im Einzelfall gebe ich nicht (§ 2 RDG).
Vorsicht bei Garantien
Ein Satz aus der Dokumentation von Google gehört in jedes Gespräch über Suchmaschinenoptimierung:
„Niemand kann Ihnen eine Platzierung bei Google an erster Stelle garantieren.“
Quelle: Google Search Central: Benötigst du einen Suchmaschinenoptimierer (SEO)?, abgerufen am 13.10.2026
Google rät auf derselben Seite auch zur Skepsis bei unaufgeforderten E-Mails von Agenturen und schreibt, dass ein kleines lokales Unternehmen die meiste Arbeit wahrscheinlich selbst erledigen kann. Das ist ein guter Prüfstein: Eine Agentur, die Ihnen das verschweigt, verkauft eher, als dass sie berät.
Ich sage keine Platzierung zu. Geschuldet ist die fachgerechte Arbeit, und was sie bewirkt hat, steht im Bericht. Wer das selbst machen will und die Zeit hat, dem sage ich das im Gespräch.
Was eine Website bei mir umfasst und wie sie entsteht, steht auf der Leistungsseite: Website erstellen lassen